Edgar Fuhrmann: Hauptbahnhof


Edgar Fuhrmann: Hauptbahnhof

14,80
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Buch Hauptbahnhof

 

Alle Erzählungen des Bandes spielen am Hauptbahnhof einer deutschen Großstadt. Der Bahnhof ist dabei das Symbol für das Zentrum der Gesellschaft, von dem die Protagonisten der einzelnen Erzählungen jeweils ausgeschlossen sind. Auf jede realistische Erzählung folgt eine kurze Prosaskizze im Stil des nouveau roman. Die Prosaskizzen dienen dem detailgenauen Hinsehen und damit der Verfremdung. Auf diese Weise soll dem als alltäglich hingenommenen Geschehen, wie es auch die realistischen Erzählungen abbilden, etwas von seinem Schrecken zurückgegeben werden.
Kurzcharakterisierung der einzelnen Erzählungen:

  1. Bahnhofsmission: Drei betrunkene Obdachlose diskutieren am Heiligen Abend in den Räumen der Bahnhofsmission über die Weihnachtsgeschichte.

  2. Das Bündel: Prosaskizze zum Tod eines Obdachlosen.

  3. Endstation: Eine aus der Haft entlassene Antikriegsaktivistin, die mittlerweile obdachlos ist, wendet sich in einem Brief an eine ehemalige Freundin, damit diese ihr beim Weg zurück in die Gesellschaft hilft.

  4. Vom einen zum andern: Prosaskizze über eine junge Prostituierte, der von ihrem Vater etwas zu essen gebracht wird.

  5. Vorübergehende Freundschaft: Ein aus der Haft entlassener Drogenabhängiger erzählt einer Zufallsbekanntschaft davon, wie sich ein Polizeispitzel bei ihm und seinen Freunden eingeschlichen und die Gruppe dann an die Polizei verraten hat.

  6. Ankunft: Prosaskizze über die Blicke, denen zwei sich begrüßende Schwule ausgesetzt sind.

  7. Fremd: Der Erzähler trifft am Bahnhof zufällig auf einen Äthiopier, den er vor einiger Zeit bei seiner Asylbewerbung unterstützt, dann aber aus den Augen verloren hat. Bei einem kurzen Gespräch erfährt er andeutungsweise von dem Selbstmordversuch seines verwirrt wirkenden ehemaligen Bekannten.

  8. Unerwartetes Zusammentreffen: Prosaskizze über einen Drogentoten in der Bahnhofstoilette.

  9. Ein ganz normaler Arbeitstag: Ein arbeitslos gewordener Angestellter eines großen Unternehmens fährt nach wie vor jeden Tag zu seiner alten Arbeitsstätte. Die Erzählung gibt seinen akribisch geplanten 'Arbeitstag' wieder.

  10. Dienst am Volke: Prosaskizze zu einem arbeitslos gewordenen Manager, der in einem Unsinnsmonolog ein Loblied auf Massenentlassungen singt.

  11. Reisefieber: Eine junge Rollstuhlfahrerin, die die Woche über in einem Internat zur Schule geht, wartet vergeblich darauf, dass ihr Vater sie vom Bahnhof abholt.

  12. Bahnhofsmärchen: Parabel auf die kapitalistische Gesellschaft als zusammenfassender Abschluss der Erzählsammlung, mit einem utopischen Kontrapunkt.

 

Hardcover, 112 Seiten

LiteraturPlanet

ISBN 978-3-9812149-0-1

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